Treffen mit Rebecca Harms MdEP

Rebecca Harms

Gestern (17.11.13) hatten wir die Möglichkeit, uns mit Rebecca Harms zu treffen. Neben dem Kulturpalast wurde eigens für die Konferenz ein Pavillon errichtet, als eine Ausstellung für Elektroautos sowie als ein Platz für Vorträge und Präsentationen. Wir trafen um 18.00 Uhr ein, um eine Veranstaltung der Heinrich-Böll-Stiftung zu besuchen.

Zunächst sahen wir „Energy Autonomy – the 4th Revolution“, einen kritischen Film über das noch nicht genutzte Potential von erneuerbaren Energien. Danach wurden wir Zeugen einer angeregten Podiumsdiskussion auf Englisch/ Polnisch mit Dolmetscherin, die von der Europaparlamentsabgeordneten geleitet wurde.

Rebecca Harms im Gespräch mit Jakob Meyer

Nach der intensiven Diskussion nahm sich Rebecca Harms für unsere Gruppe etwa eine halbe Stunde Zeit für ein persönliches Gespräch. Roschelle Steinbrenner und Philipp Weigand moderierten das Gespräch und stellten einige Fragen zu Harms‘ Positionen.

Obwohl Harms von einer Wolke aus politischen Tatendrang und Motivation umhüllt war, gab sie sich sehr desillusioniert. Auf die Frage, welche Erwartungen sie an die Klimakonferenz hat, antwortete sie enttäuscht: „Meine Erwartungen sind letzte Woche nochmal mehr in den Keller gerutscht“. Grund hierfür seien der Rücktritt Japans von bisherigen Klimazielen und die offizielle Erklärung der polnischen Regierung, dass sie nicht an den menschengemachten Klimawandel glaube. Auch Deutschland sieht sie nicht mehr in einer Vorreiterrolle. Zu viel sei in der schwarz-gelben Koalition kaputt gemacht worden (unter anderem dadurch, dass die Klimapolitik auf nationaler Bühne mehr und mehr vom Wirtschafts- als von Umweltvertretern geleitet werden.)

Aber auch mögliche Lösungsansätze und Lichtblicke wurden von Harms benannt. Beispielsweise sei die polnische Bevölkerung im Vergleich zur Regierung eher aktiv gegen den Klimawandel gestimmt. Als Hauptansatz für die Lösung der Probleme nannte sie das Mittel des Protests. Hier folgte von ihr ein aktiver Aufruf zu mehr Demonstrationen.

An dieser Stelle bedanken wir uns auch nochmal sehr für das Interview.
Philipp Weigand und  Victoria Roschelle Steinbrenner ; Fotos: Pauline Schur

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