Reiche Russen und geliebte Fördergelder – Ein Besuch bei der Konrad-Adenauer-Stiftung

14.30 Uhr: Ding Dong – Die Tür öffnet sich, und unter dem kritischen Blick vom Konrad Adenauer betreten wir die Jaroslawa Dabrowskiego 56 . Hier werden wir von Maximilian Hedrich in Empfang genommen.

Freundlich führt er uns in den Konferenzraum, wo wir ein paar Minuten später auf Dr. Christian Schmitz treffen, dem Leiter des polnischen Auslandsbüros der Konrad-Adenauer-Stiftung.

Nach einer kurzen Vorstellung und der Erklärung, warum wir statt mit den angemeldeten 20 Leuten doch nur zu viert sind, geht es auch schon los und schnell wird klar, dass es auch Vorteile hat, nur zu viert zu sein. Da kein Thema festgelegt war, konnten wir unsere Fragen frei stellen und so nicht nur Informationen über Klimapolitik herauskitzeln, sondern auch viele andere Bereiche abdecken, wie die Einflüsse von russischen und amerikanischen Investoren auf den Immobilienmarkt in Warschau, oder auch die sozialen Veränderungen durch den sehr langsam ansteigenden Wohlstand in Polen.

Desweiteren wurde uns ein kurzer historischer Abriss über die Beziehungen der Konrad-Adenauer-Stiftung zu Polen gegeben. Schon am 10. November 1989 öffnete das Büro seine Pforten und seitdem wollen sie die zivil-gesellschaftliche Organisation stärken und den Dialog der Parteien fördern.

Das Klimapolitik in diesem Büro kein großes Thema ist, liegt unter anderem daran, dass es zivil-gesellschaftliche Partner geben muss, damit Initiativen und Projekte gestartet werden können, und diese fehlen leider in Polen noch.

Ein weiterer Beweis für die Einschätzung ist, dass kurz bevor wir unser Gespräch begonnen hatten, und noch während der laufenden Konferenz der Umweltminister sowie neun seiner Kollegen seines Amtes enthoben wurden.

Ein weiteres sehr interessantes Thema, was angesprochen wurde, war das Verhältnis von Polen zur Europäischen Union. Auch wenn es in deutschen Medien teilweise anders dargestellt wird, sind die Polen nämlich sehr positiv zur EU eingestellt. Ein Grund dafür sind vor allem die Fördergelder, die sowohl in der Stadt als auch auf dem Land dafür sorgen, dass Gebäude renoviert, Schulen gebaut und infrastrukturelle Verbesserungen getätigt werden.

Nach etwas mehr als einer Stunde war es dann auch schon vorbei und wir machten und auf in Richtung Universität um uns den Vortrag von Sören Köpke anzuhören.
Dominik Koeppen

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