Home » Allgemein » Ergebnisse der PubPharm-Nutzerbefragung: Teil 2

Feedback aus der Fachcommunity unterstützt die Services des FID Pharmazie und die Rechercheplattform PubPharm kontinuierlich zu optimieren und weiterzuentwickeln. Um Nutzerbedarfe zu konkretisieren, potenzielle Services zu ermitteln und das Nutzerverhalten besser kennenzulernen, wurde 2019 eine Online-Umfrage durchgeführt. Hierfür wurden ca. 2.500 Personen aus 22 Pharmaziestandorten Deutschlands kontaktiert und direkt auf der PubPharm-Oberfläche über die Befragung informiert.

Der auszufüllende Fragebogen gliederte sich in drei Abschnitte: Kontakt- und Einleitungsfragen (bspw. zum Tätigkeitsbereich), Fragen zur Informationsrecherche (z.B. zur Nutzung von Recherche-Tools und Funktionen) nach Selbsteinschätzung der Teilnehmer*innen in „PubPharm-Nutzer*innen“ und „Nicht-Nutzer*innen“, und abschließend Fragen zu den Gebieten Forschungsprimärdaten, Publikationsverhalten und Informationsbeschaffung.

In Teil 1 zur Nutzerbefragung stellten wir die Ergebnisse der Fragen zur Informationsrecherche vor, in Teil 2 berichten wir über die Ergebnisse zu den Fragen aus den Gebieten Forschungsprimärdaten, Publikationsverhalten und Informationsbeschaffung. Die Nummerierung der Abbildungen schließt sich an Teil 1 an.

An der Befragung beteiligten sich 243 Personen, von welchen 157 Fragebögen (N) vollständig ausgefüllt wurden. Die hier zusammengefassten Umfrageergebnisse wurden vorrangig auf Grundlage der vollständig ausgefüllten Fragebögen ausgewertet. Die Angabe der Prozentwerte erfolgt gerundet.

Die Ergebnisse der Umfrage werden zur weiteren Ausrichtung des FID Pharmazie und Optimierung von PubPharm genutzt. Dafür wurden auch die Kommentarfelder von nicht vollständig ausgefüllten Fragebögen ausgewertet.

Forschungsprimärdaten, Publikationsverhalten und Informationsbeschaffung

Die Fragen zu Forschungsprimärdaten, Publikationsverhalten und Informationsbeschaffung erhielten alle Teilnehmer*innen der Umfrage. Von diesen suchen 48 (31%) überwiegend nur einen Suchbegriff, 104 (66%) suchen direkt und gezielt nach Zusammenhängen durch Verwendung mehrerer Suchbegriffe in einer Anfrage und 63 (40%) Teilnehmer*innen suchen zunächst nach allgemeineren Begriffen und passen dann die Suche mit Hilfe der Ergebnisse weiter an (z.B. Spezifizierung der Suchbegriffe). Dabei erfolgt überwiegend eine Suche nach Wirkstoffen (98; 62%), Zusammenhängen zwischen Wirkstoffen und Erkrankungen/Symptomen (65; 41%) und nach Informationen zur Arzneimitteltherapie (55; 35%) (Abb. 11).

 

 

Welche pharmazeutischen Kategorien besonders interessant für die Teilnehmer*innen sind, wird in Abbildung 12 dargestellt. Unter der Kategorie „Sonstiges“ führten die Teilnehmer*innen u.a. noch analytische Methoden/Protokolle und pharmakologische Kategorien auf.

 

 

In den letzten Jahren etablierte sich die Option „Open Access Publizieren“ als wertvoller Publikationsweg. Parallel dazu haben viele Wissenschaftler*innen begonnen Zweitveröffentlichungen auf wissenschaftlichen Plattformen wie z.B. Researchgate abzulegen. Bezugnehmend wurden den Teilnehmer*innen die folgenden Fragen gestellt:

  • Publizieren Sie Ihre eigenen Arbeiten Open Access? Diese Frage war nur für die Nutzer*innen relevant, die bereits mindestens einmal publiziert haben.
  • Legen Sie Ihre Artikel als Zweitveröffentlichung auf institutionellen oder fachlichen Repositorien ab?
  • Welche Anforderungen haben Sie an Data Repositories?

Insgesamt 41 (26%) Teilnehmer*innen nutzen „hin und wieder“ Open Access als Publikationsoption (Abb. 13), und es sind 27 (17%) Nutzer*innen, die diese Option noch nie benutzt haben bzw. denen diese nicht möglich war. Es muss hier berücksichtigt werden, wie viele der pharmazeutisch-fokussierten Journals diese Publikationsoption anbieten. Des Weiteren wird auch deutlich, dass das Ablegen von Publikationen auf Repositorien unter den Befragten noch wenig genutzt wird (Abb. 14).

 

 

42 (27%) Teilnehmer*innen sehen die Notwendigkeit für die eigene Forschungstätigkeit Forschungsprimärdaten auf „Data Repositories“ zu speichern und ggf. nach einem zeitlichen Embargo zu veröffentlichen, 38 (24%) sehen dieses nicht als notwendig an. Bei der Ablage von Forschungsprimärdaten sind den Teilnehmer*innen die in Abbildung 15 zusammengefassten Anforderungen wichtig.

 

 

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