International Open Access Week 2019 3/5

Open Access Publizieren auf dem Publikationsserver der TU Braunschweig

Sie möchten einen Artikel, ein Jahrbuch, die Instituts-Schriftenreihe oder einen Projektbericht Open Access veröffentlichen? Dann ist der offizielle Publikationsserver der TU Braunschweig die ideale Lösung und Alternative zur klassischen Verlagsveröffentlichung. Die Anfänge unseres Publikationsservers reichen übrigens bis 2006 zurück, als wir mit der “Version 1.0” online gingen. Seitdem hat sich die “Digibib”, wie wir den Publikationsserver auch gern nennen, kontinuierlich weiterentwickelt.

Was macht der Publikationsserver eigentlich? Was kann man da machen?  Und was müssen Autor/innen beachten?

Ganz kurz: Hier können Wissenschaftler/innen der TU Braunschweig schnell, unkompliziert und kostenlos veröffentlichen. Der Verwaltungsaufwand für die Autor/innen ist dabei auf das Nötigste beschränkt: 2 Seiten, 1 Unterschrift.

Ein paar Beispiele aus der Praxis:

Mein Artikel ist in einer Zeitschrift erschienen, die aber Closed-Access ist, d.h. der Zugriff ist für viele Leser gesperrt. Was kann ich tun, um Open Access zu unterstützen?
Ganz einfach: Sie nutzen Ihr Zweitveröffentlichungsrecht auf unserem Publikationsserver. Viele Verlage erlauben veröffentlichte Artikel auf dem eigenen institutionellen Repositorium ein weiteres mal zu veröffentlichen: häufig sofort, manchmal nach 6 oder 12 Monaten, in der Originalversion oder in der Accepted Version oder das Preprint. Wir prüfen für Sie die Rahmenbedingungen und schalten die passende Version des Artikels auf dem Publikationsserver frei – kostenfrei zugänglich für alle.

Sie haben ein Paper auf einer Konferenz vorgestellt. Dort wurde es leider nicht veröffentlicht, sondern nur per USB-Stick verteilt? Veröffentlichen Sie es auf dem Publikationsserver! Eine DOI gibt’s von uns dazu!

Sie wollen oder müssen einen Projekt-, Zwischen- oder Abschlussbericht veröffentlichen und möchten für die Veröffentlichung kein Geld ausgeben? Wir sind DINI-Zertifiziert und erfüllen damit alle DFG-, Horizon2020- oder BMBF-Vorgaben für eine Open Access-Veröffentlichung. Die Angaben Ihres DFG-Projekts können wir zum Beispiel direkt in den Datensatz einspielen und es dadurch auch suchbar machen: https://doi.org/10.24355/dbbs.084-201802141056

Sie wollen Ihre (einst) gedruckte Dissertation online sehen? Machen wir. Ältere Dissertation können von uns digitalisiert und online zweitveröffentlicht werden.

Sie veranstalten eine Tagung und möchten die Beiträge einzeln oder zusammengefasst online stellen? Das machen wir nicht zum 1. Mal: siehe  veröffentlichte Tagungsbände auf dem Publikationsserver.

An Ihrem Institut gibt es einen stark nachgefragten Forschungsbericht, ein Jahrbuch, eine Schriftenreihe, eine Dissertationsreihe und Sie möchten diese online haben – es aber nicht selbst auf der eigenen Webseite pflegen? Kein Problem – sprechen Sie uns an.

Sie möchten ….

  • eine DOI für Ihre Publikation haben?
  • eine Creative Commons-Lizenz vergeben?
  • Ihre Publikation im Volltext durchsuchbar haben?
  • Ihre ORCiD angeben?
  • so wenig Aufwand wie möglich?
  • und das alles am Besten kostenlos?

Geht alles – We move your knowledge!
Fragen Sie uns!  openaccess@tu-braunschweig.de

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Autorenlesung mit Judith Schalansky

Am 29. Oktober findet in der Universitätsbibliothek Braunschweig eine Lesung mit Judith Schalansky statt. Die Autorin liest aus ihrem 2018 erschienenem Werk “Verzeichnis einiger Verluste”, für das sie im gleichen Jahr mit dem Wilhelm-Raabe-Literaturpreis ausgezeichnet wurde. Beginn der Veranstaltung ist 19 Uhr, der Eintritt ist frei.

Inhalt

© Suhrkamp Verlag AG, Alle Rechte vorbehalten

Die Weltgeschichte ist voller Dinge, die verloren sind – mutwillig zerstört oder im Lauf der Zeit abhandengekommen. In ihrem neuen Buch widmet sich Judith Schalansky dem, was das Verlorene hinterlässt: verhallte Echos und verwischte Spuren, Gerüchte und Legenden, Auslassungszeichen und Phantomschmerzen. Ausgehend von verlorengegangenen Natur- und Kunstgegenständen wie den Liedern der Sappho, dem abgerissenen Palast der Republik, einer ausgestorbenen Tigerart oder einer im Pazifik versunkenen Insel, entwirft sie ein naturgemäß unvollständiges Verzeichnis des Verschollenen und Verschwundenen, das seine erzählerische Kraft dort entfaltet, wo die herkömmliche Überlieferung versagt. Die Protagonisten dieser Geschichten sind Figuren im Abseits, die gegen die Vergänglichkeit ankämpfen: ein alter Mann, der das Wissen der Menschheit in seinem Tessiner Garten hortet, ein Ruinenmaler, der die Vergangenheit erschafft, wie sie niemals war, die gealterte Greta Garbo, die durch Manhattan streift und sich fragt, wann genau sie wohl gestorben sein mag, und die Schriftstellerin Schalansky, die in den Leerstellen ihrer eigenen Kindheit die Geschichtslosigkeit der DDR aufspürt.

So handelt dieses Buch gleichermaßen vom Suchen wie vom Finden, vom Verlieren wie vom Gewinnen und zeigt, dass der Unterschied zwischen An- und Abwesenheit womöglich marginal ist, solange es die Erinnerung gibt – und eine Literatur, die erfahrbar macht, wie nah Bewahren und Zerstören, Verlust und Schöpfung beieinanderliegen.

Über die Autorin

Judith Schalansky, 1980 in Greifswald geboren, studierte Kunstgeschichte und Kommunikationsdesign. Ihr Werk, darunter der international erfolgreiche Bestseller Atlas der abgelegenen Inseln sowie der Roman Der Hals der Giraffe, ist in mehr als 20 Sprachen übersetzt und wurde vielfach ausgezeichnet. Sie ist Herausgeberin der Naturkunden und lebt als Gestalterin und freie Schriftstellerin in Berlin.

Texte Inhalt und Über die Autorin: Suhrkamp Verlag AG, Alle Rechte vorbehalten

Weiterführende Literatur

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International Open Access Week 2019 2/5

Weitere Open Access Förderung an der TU Braunschweig

Die UB Braunschweig unterstützt Wissenschaftler/innen auf vielfältigen Wegen beim Prozess des Open Access Publizierens. Neben unserem Publikationsfonds  bieten wir weitere Unterstützung für Veröffentlichungen an:

  • MDPI: 25% Rabatt, Zentrale Abrechnung über die Universitätsbibliothek,
  • Copernicus: Automatische Kostenübernahme bei Artikeln mit APCs unter 2.000 EUR,
  • ECS The Electrochemical Society: kostenfreie Veröffentlichung in Open Access Journals,
  • IOP Press: Automatische Open Access Freischaltung (begrenztes Kontingent),
  • EDP Sciences: 20% Rabatt und
  • Cambridge University Press: kostenfreie Veröffentlichung in lizenzierten Open Access Journals

Projekt DEAL

Die TU Braunschweig nimmt seit Juli 2019 am DEAL-Vertrag nach dem Read-and-Publish-Modell mit Wiley teil. Der Vertrag fördert Preistransparenz ebenso wie die planvolle Transformation hin zu Open-Access-Publikationsmodellen.

Speziell für Veröffentlichungen bei Wiley heißt das für die Wissenschaftler/innen der TU Braunschweig konkret:

Lesen:das volle Zeitschriftenportfolio zurück bis Jahrgang 1997

Publizieren : Ab dem 1. Juli 2019 werden alle Artikel von Corresponding Authors der TU Braunschweig in den hybriden (OnlineOpen) und Gold Journals als Open Access veröffentlicht, sofern die Autor/innen dem nicht aktiv widersprechen.

Beim Wiley-DEAL gilt bei über 1.400 hybriden Zeitschriften: für die Wissenschaftler/innen entstehen für die Open Access-Freischaltung bei Wiley OnlineOpen keine Kosten mehr! Die Abrechnung erfolgt direkt über die Universitätsbibliothek. Auch die Auswahl einer CC-BY-Lizenz ist jetzt nicht mehr teurer als die restriktiveren Creative Commons Lizenzen.

Die Publikationen in Gold Open Access-Zeitschriften bekommen 20% Rabatt. Das heißt, dass viele APCs unter die 2.000 Euro-Grenze fallen, so dass diese wiederum über unseren Publikationsfonds gefördert werden können. Zum Antrag für den Fonds.

Weitere Informationen finden Sie auf der Wiley-Verlagsseite.

Bei allen Fragen zum Thema Open Access erreichen Sie uns unter openaccess@tu-braunschweig.de

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International Open Access Week 2019 1/5

Der Publikationsfonds der TU Braunschweig

Noch nichts vom Publikationsfonds der TU Braunschweig gehört? Oder gehört, aber noch nicht genutzt? Dann wird es jetzt Zeit!

Mittlerweile dürfte es wenige Publizierende an der TU Braunschweig geben, die nicht wenigstens schon mal vom Publikationsfonds gehört haben. Aus diesem Fonds werden Publikationen in Open Access Zeitschriften finanziert.

Insgesamt wurden seit Anfang 2017 184 Open Access-Veröffentlichungen von Braunschweiger Corresponding Authors gefördert: aus allen Fakultäten, in über 40 Verlagen, in 108 Gold Open Access-Zeitschriften.

Alle Artikel müssen vier Voraussetzungen erfüllen:

  1. “Submitting Author” oder “Corresponding Author” ist Angehörige/r oder Mitglied der TU Braunschweig.
  2. Die Zeitschrift ist eine reine Open Access Zeitschrift, das heißt, die Artikel sind ohne eine extra Freischaltung (mit damit verbundenen Kosten) und sofort online frei zugänglich. Im besten Fall ist die Zeitschrift im Directory of Open Access Journals DOAJ gelistet. Die Listung im DOAJ ist aber keine Voraussetzung für eine Förderung.
  3. Der Artikel ist Peer-Reviewed.
  4. Die APC (Publikationsgebühr) darf inkl. der MwSt. nicht über 2.000 Euro liegen. Publikationsgebühren, die über dieser 2.000 Euro-Grenze lagen, konnten jedoch in den meisten Fällen erfolgreich bei den Verlagen nachverhandelt werden.

Der Publikationsfonds der TU Braunschweig wird seit 2017 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft DFG und der TU Braunschweig finanziert und von der Universitätsbibliothek betrieben.  Die Beantragung der Kostenübernahme ist einfach und besteht aus nur einem einfachen Online-Formular.

Bei allen Fragen zum Thema Open Access erreichen Sie uns unter openaccess@tu-braunschweig.de

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Unsere Führungsangebote für Erstsemester im Oktober

Zum Start des neuen Wintersemesters bieten wir in der UB vermehrt Einführungen und Rundgänge in der Bibliothek an, um Erstemesterstudierenden den Einstieg in die Bibliotheksbenutzung zu erleichtern.


Das Angebot umfasst dabei:

  • eine Einführung in die Grundlagen der Bibliotheksbenutzung mit Rundgang, Anmeldung und Katalogsuche
  • fachspezifische Einführungen
  • zweisprachige Führungen in Deutsch und Englisch

Unsere regulären Dienstagsführungen (um 11 Uhr) pausieren dafür und starten dann wieder wie gewohnt ab dem 12. November 2019.

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Das Anatomisch-Chirurgische Institut in Braunschweig (1750-1869)

Ausbildungsstätte für Chirurgen, Hebammen und Studierende des Collegium Carolinum in Braunschweig

Vor 150 Jahren, am 4. Januar 1869, schloss in der Stadt Braunschweig das Anatomisch-Chirurgische Institut am Wendentor (heutiger „Gaußberg“) für immer seine Pforten. Es stellte eine regionalspezifische Mischung aus Lehranstalt, Fachschule sowie Gesundheitsamt dar. Mitte des 19. Jahrhunderts waren am Anatomisch-Chirurgischen Institut überregional bekannte Kliniker als Lehrende tätig (Carl Friedrich Trömner, Adolf Krukenberg und Carl Wilhelm Ferdinand Uhde). Sie spielten zugleich im Ober-Sanitäts-Collegium eine führende Rolle. Aufs Ganze betrachtet ist die Schließung des Instituts vor dem Hintergrund der Akademisierung und Professionalisierung des Medizinerberufs im 19. Jahrhundert zu sehen.

Werfen wir einen Blick auf die Ausgangssituation: Zur Gründungszeit des Anatomisch-Chirurgischen Instituts in der Mitte des 18. Jahrhunderts gab es auf der einen Seite die Ärzte (Physici, Medici) und auf der anderen Seite die Chirurgen, hierhin gehörten zudem die Bader, Barbiere und Wundärzte. Frauen waren heilkundlich offiziell als Hebammen tätig. Im Gegensatz zu den Ärzten, die ein universitäres Studium zu absolvieren hatten, durchliefen z. B. die Chirurgen eine handwerkliche Lehre und waren in Zünften organisiert. Als gesetzliche Grundlage diente die Braunschweigische Medizinal-Ordnung von 1721. Deren Bestimmungen mangelte es offenbar an Praxisrelevanz, da es zahlreiche Klagen über die Krankenversorgung gab.

Ein Grund dafür war die mangelhafte medizinische Aufsicht. Das änderte sich 1747: Herzog Carl I. wandelte ein bislang beratendes Mediziner-Gremium, das „Collegium Medicum“, in eine neue Aufsichtsbehörde mit weitreichenden Vollmachten um; Dekan wurde der Hofarzt Heinrich Johann Meibom. Nun fehlte in Bezug auf Hebammen und Chirurgen als nächster Schritt noch eine Professionalisierung der Ausbildung. Dafür setzte sich Meibom erfolgreich ein:  Am 19. November 1750 erfolgte die Gründung des Anatomisch-Chirurgischen Instituts –  eine „Fachschule“ für Hebammen und Chirurgen. Als Vorbild fungierte vermutlich u. a. das seit 1724 existierende Collegium medico-chirurgicum in Berlin. Der Herzog übertrug Heinrich Johann Meibom die Leitung der neuen „Gesundheitsaufsicht“ und darüber hinaus die des Anatomisch-Chirurgischen Instituts.

Eine regionale Besonderheit stellte von Beginn an die curriculare und personelle Verknüpfung des neuen Instituts mit dem Collegium Carolinum dar: Studierende des 1745 eröffneten Collegiums konnten an den Vorlesungen des Anatomisch-Chirurgischen Instituts teilnehmen, zumal Medizin gleichfalls auf dem Lehrplan stand. Die angehenden Wundärzte des Anatomisch-Chirurgischen Instituts wiederum hatten das Recht, Vorlesungen des Collegium Carolinum zu besuchen. Beim Collegium Carolinum handelte es sich um eine neuartige Lehranstalt, die im Sinne von „Vernunft und Nutzen“ eine Mischung aus Universität, Gymnasium und englischen Colleges darstellte. Das Collegium sollte mit seinem propädeutischen und allgemeinbildenden Unterricht sowohl auf das Universitätsstudium vorbereiten als auch auf verschiedene Berufe in Verwaltung, Handel, Gewerbe oder Militär. Für die Professoren stellte das Collegium Carolinum oftmals ein Sprungbrett für eine universitäre Karriere dar. Das galt ebenfalls für das Anatomisch-Chirurgische Institut: So nahm Prof.  Karl Gustav Himly nach knapp sechsjähriger Tätigkeit in Braunschweig einen Ruf der Universität Jena an.  

Bild: Das Anatomisch-Chirurgische Institut. Abb.: Carl-Rudolph Döhnel 1957.

Im Januar 1751 startete im Theatrum anatomicum auf dem heutigen Gaußberg (damals Anatomieberg genannt) der Unterricht im Anatomisch-Chirurgischen Institut. Im Theatrum fanden anatomische Demonstrationen an Leichen sowie Vorlesungen statt. Daneben diente eine umfangreiche pathologisch-anatomische Präparatesammlung von Meiboms Vorgänger Hofrat Behrens als Anschauungsmaterial. Des Weiteren wurden täglich Übungen im 1740 eingerichteten Garnisonlazarett am Krankenbett abgehalten. Insgesamt gesehen ergänzten die praktische Ausbildung u. a. Vorlesungen in Pathologie, Arzneimittellehre, Physiologie, Geburtshilfe, Chirurgie sowie Besuche im herzoglichen Arzneipflanzengarten.

Wer offiziell als Chirurg bzw. Wundarzt tätig sein wollte, musste auf der Grundlage eines Reskripts vom 8. März 1745 vor dem Collegium Medicum in der Hofapotheke an der Schuhstraße eine Prüfung erfolgreich bestehen. Zulassungsvoraussetzung war u. a. der Besuch des Ausbildungskurses am Anatomisch-Chirurgischen Institut sowie die Vorlage des Lehr- und Geburtsbriefs. Es wurden Fragen nach Wundarten, Tumorformen, Behandlungsoptionen usw. gestellt.

Die Ausbildung der Hebammen war in der “Hebammenordnung“ von 1757 geregelt. Sie enthielt neben noch heute plausibel erscheinenden Anforderungen zusätzlich diejenige, selbst Kinder geboren zu haben. Die Lehrzeit wurde bei einer Hebamme absolviert.  Die Auszubildenden bezeichnete man als „Wärmefrauen“ (ein nur in Braunschweig gebräuchlicher Begriff). Darüber hinaus erteilte der zuständige Professor des Anatomisch-Chirurgischen Instituts für die Lehrgebiete Hebammenkunst und Anatomie Unterricht. Die Prüfung nahm wie bei den angehenden Chirurgen eine Kommission ab. Übrigens war die Hebamme während ihrer Berufstätigkeit bei komplizierten Geburtsverläufen verpflichtet, den jeweiligen Professor des Anatomisch-Chirurgischen Instituts oder einen gynäkologisch tätigen Arzt hinzuzuziehen.

Eine geplante geburtshilfliche Klinik („Accouchierhaus“) und ein Armenkrankenhaus fielen zunächst der chronisch leeren Staatskasse zum Opfer und wurden erst 1767 (Geburtshilfe, an der Ecke Wenden- und Wilhelmstraße) bzw. 1780 (Herzogliches Armenkrankenhaus, am Wendentor) umgesetzt. Das „Accouchierhaus“ ist damit Vorläufer der heutigen Städtischen Frauenklinik an der Celler Straße. Zielgruppe waren insbesondere ledige Mütter, die vordem oft unter menschenunwürdigen Bedingungen ihre Kinder zur Welt gebracht hatten.

Braunschweig hatte nunmehr reichsweit die vierte Geburtshilfeklinik. Ausführliche Informationen und Hintergründe über „Das Accouchierhaus in Braunschweig 1759-1776“ bietet der Beitrag von Gabriele Schlienz im Braunschweigischen Jahrbuch für Landesgeschichte (2016).

Dass diese Einrichtung dringend nötig war, zeigt nicht zuletzt ein Blick auf die „Statistik der Todesursachen aus den Jahren 1765/69“ (N= 5541, zit. nach Karl-Rudolf Döhnels 1957 erschienener Dissertation):  Auf Platz 1 steht die Kindersterblichkeit (mit 3257 Fällen), gefolgt von „Auszehrung“ mit 1121 Fällen (meist Tuberkulose) und „Jammer“ („Agonie, auch Krämpfe“) mit 1094 Verstorbenen. Relativ selten starb man damals „altershalber“, und zwar lediglich 152-mal.

1844 wurde das Herzogliche Armenkrankenhaus in „Herzogliches Krankenhaus“ umbenannt. 1895 erhielt es dann im Zuge der Verlegung vom Wendentor zur Celler Straße den Namen „Landeskrankenhaus“. Bei dieser Gelegenheit wurde ein pathologisches Institut eingerichtet, dessen jeweilige Leitung laut Karl-Rudolf Döhnel noch Mitte des 20. Jahrhunderts die Erinnerung an die Tradition des Anatomisch-Chirurgischen Instituts gepflegt haben soll.

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Ab sofort auch Zugriff auf Scopus über Shibboleth

shibboleth-logo

Ob Datenbanken, E-Books oder elektronische Zeitschriften, an der Universitätsbibliothek Braunschweig bieten wir Ihnen eine große Vielzahl an elektronischen Ressourcen. In der Regel sind solche Zugänge jedoch auf die Nutzung über das Computernetz der Technischen Universität Braunschweig beschränkt. Möchten Sie von zu Hause oder von unterwegs auf unsere Ressourcen zugreifen, blieb Universitätsangehörigen bislang nur der “Umweg” über einen VPN-Zugang, für den Sie eine spezielle Software auf Ihrem Endgerät installieren mussten. Mit Shibboleth steht Ihnen nun jedoch eine weitere Möglichkeit des Online-Zugriffs auf unsere elektronischen Ressourcen zu Verfügung.

Unterstützte Verlage

  • DeGryuter
  • SpringerNature
  • IEEE
  • Wiley
  • Beck/Vahlen
  • UTB
  • Hanser
  • Proquest eBook Central
  • ACM DL
  • Hogrefe eLibrary
  • Hogrefe eContent
  • Vandenhoeck & Ruprecht
  • Royal Society of Chemstry
  • Sage
  • Taylor & Francis
  • Elsevier

Weitere Verlage und die E-Book-Plattform eBook Central folgen in Kürze.

 

Was ist Shibboleth?

Das Wort Shibboleth stammt aus dem Hebräischen und bedeutet wörtlich übersetzt “Getreideähre”, wird heutzutage aber auch für Kenn- bzw. Codewort verwendet. Shibboleth ist ein Verfahren zur Authentifizierung und Autorisierung für Webservices und -anwendungen und ermöglicht dem Benutzer den ortsunabhängigen Zugriff auf Dienste oder lizenzierte Inhalte verschiedener Anbieter, wobei sich der Benutzer nur einmal bei seiner Heimateinrichtung authentifizieren muss. Dieses Verfahren ist auch als Single Sign-On-Konzept bekannt.

Vor allem im Bereich von Wissenschaft und Lehre findet Shibboleth Anwendung und gehört zu den weit verbreitetsten Authentifizierungssoftwares weltweit.

Wie funktioniert Shibboleth?

Sie benötigen Ihre zentralen Anmeldedaten der TU Braunschweig. Mit diesen Zugangsdaten können Sie sich auf den Plattformen der unterstützten Verlage einloggen und so auf die elektronischen Ressourcen zugreifen. In der Regel finden Sie auf diesen Plattformen eine Login-Möglichkeit speziell für Shibboleth, wobei die Bezeichnung je nach Anbieter variieren kann, auch die Bezeichnung “Athens” ist möglich. Auf diesen speziellen Login-Seiten müssen Sie meist aus einer Liste Ihre Heimatorganisation auswählen, wobei auch hier munter zwischen englisch- bzw. deutschsprachigen Benennungen gewechselt wird. Haben Sie die TU Braunschweig gefunden, werden Sie nun auf einer Seite der TU umgeleitet, auf der Sie sich mit den Anmeldedaten des GITZ einloggen und danach auf die Ressourcen des Anbieters zugreifen können. Eine Nutzung von VPN-Software ist hierbei nicht mehr nötig.

Login-Vorgang über Shibboleth bei SpringerNature

Nutzerinnen und Nutzer der eBook-Plattform eBook-Central, die bereits einen (nicht unbedingt erforderlichen) persönlichen Account angelegt hatten, werden diesen nach der Umstellung leider noch einmal neu anlegen müssen.

Bei Problemen oder Fragen können Sie sich gerne an unseren IT-Helpdesk (Mo-Fr, 14:00 bis 16:00 Uhr an der zentralen Information) oder an die IT-Abteilung der UB wenden.

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Stellenausschreibung Gesellin / Gesellen im Buchbinderhandwerk (m/w/d)

Die Technische Universität Braunschweig sucht für die Universitätsbibliothek zum 01.01.2020 eine Gesellin / einen Gesellen im Buchbinderhandwerk (m/w/d)
Einzel- und Sonderfertigung (Teilzeit, 29,85 Std./Woche, befristet bis 31.12.2020).

Ihre Aufgaben:

  • allgemeine buchbinderische Tätigkeiten
  • Fachgerechte Reparaturen an Büchern und anderen Objekten
  • Herstellung verschiedener Klebebindungen, Heftungen, Einbanddecken und Titelprägungen
  • Anfertigung von Broschuren sowie Kästen, Mappen und Kassetten aus säurefreien Karton
  • Ausstattung von Büchern und anderen Objekten z.B. mit Taschen, Mechaniken, Registern, Zeichenbändern oder Ösen
  • Unterstützung des Buchbindermeisters bei der Ausbildung
  • Mitarbeit im Magazin der Universitätsbibliothek

Vorausgesetzt werden:

  • erfolgreich abgeschlossene Ausbildung im Buchbinderhandwerk (Gesellenbrief Einzel- und Sonderfertigung)
  • Service-Orientierung, Belastbarkeit, Einsatzbereitschaft und Innovationsfreude
  • Fähigkeit zu wirtschaftlichem Denken und Handeln

Bitte richten Sie Ihre schriftliche Bewerbung bis 11.10.2019 mit aussagekräftigen Unterlagen unter Nr. 12.34-10/19 an die

Technische Universität Braunschweig
Personalabteilung
– 12.34-10/19 –
Universitätsplatz 2, 38106 Braunschweig
(Postfach 33 29, 38023 Braunschweig)

Elektronische Bewerbungen können Sie an folgende Email-Adresse senden: bewerbung-abt12@tu-braunschweig.de

Alle weiteren Informationen zu diesem Stellenangebot erhalten Sie im Stellenmarkt der TU Braunschweig.

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Stellenangebot Ausbildungsplätze 2020

Die Technische Universität Braunschweig sucht für die Universitätsbibliothek Braunschweig zum 01.08.2020 bzw. 01.09.2020 Auszubildende (m/w/d) in den Ausbildungsberufen:

  • Fachangestellte/r für Medien- und Informationsdienste (Bereich Informationstechnik)
  • Buchbinder/in (Bereich Handwerk)

Nähere Informationen zu den Ausbildungsberufen erhalten Sie im Internet unter http://www.tu-braunschweig.de/azubi/berufedetail oder unter den Telefonnummern (0531) 391-4153 (Labor) bzw. (0531) 391-4154 (Informationstechnik, Handwerk und Büro).

Bewerbungen werden sowohl per Email (an bewerbung.azubi@tu-braunschweig.de) als auch per Briefpost entgegen genommen. Wenn Sie sich per Email bewerben, verwenden Sie bitte ausschließlich PDF-Dokumente (zusammengeführt in einer Datei) für die Datenanhänge.

Alle Informationen sowie weitere Ausbildungsplätze an der Technischen Universität Braunschweig finden Sie hier.

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Es wird gebaut!

Ab Samstag, 31.08.2019 haben wir in und an der UB zwei “frische” Baustellen.

Baustelle 1: Wie unschwer zu übersehen ist, verwandelt sich der Bereich neben der Freihandverbuchung nicht nur, aber vor allem bei Regenwetter in eine wahre Seenlandschaft. Es tropft und strömt ins Gebäude, was das Zeug hält. Diese Situation ist weder für uns noch für die Nutzerinnen und Nutzer der UB angenehm.

Daher soll nun Abhilfe geschaffen werden. Der betroffene Bereich wird deshalb fachmännisch eingehaust, damit hier die Lamellendecke entfernt und Ursachenklärung betrieben werden kann. Sobald die Ursache der Wassereinbrüche fest steht, wird über weitere bauliche Maßnahmen entschieden.

Baustelle 2: An der Ecke Universitätsplatz / Pockelsstrasse, an der Außenseite unseres Copy & Taste Raumes, kann man neben einigen Tauben auch bereits die Bauzäune sehen. Auch an dieser Stelle werden die Deckenlamellen abgenommen und der Bereich fachmännisch abgedichtet, damit zukünftig kein neuer Taubenschlag entstehen kann. Dazu ist es jedoch notwendig, während der Maßnahme den Zugang durch die Drehtür zum Copy & Taste Raum abzuschließen. Der Zugang über die UB bleibt natürlich erhalten und der Raum kann wie gewohnt genutzt werden.

Unklar ist daher, wie viel Zeit die Baumaßnahmen in Anspruch nehmen werden. Sobald es Neuigkeiten gibt, informieren wir wieder und bitten bis dahin um Verständnis und Geduld.

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