Ein Hoch auf die Zahl Pi

Zu Ehren der Zahl π wird am 14. März der sogenannte Pi-Tag gefeiert. Dieser Termin wurde gewählt, weil sich in der amerikanischen Schreibweise des Datums (3/14) bereits die ersten Ziffern der berühmten Kreiszahl verbergen. Bei π handelt es sich um eine irrationale Zahl, d.h. sie ist nicht als Bruch darstellbar und weist unendlich viele Nachkommastellen auf.

Durch die Konstante π wird das Verhältnis von Umfang und Durchmesser eines Kreises beschrieben. Den Wert von π benötigt man beispielsweise für die Berechnung des Umfangs (U = 2πr) oder der Fläche (A = πr2) eines Kreises. Den Zusammenhang der Zahl π mit dem Umfang und Flächeninhalt eines Kreises versteht man am besten, wenn man den ungefähren Wert von π selbst herleitet, sei es durch eine grobe visuelle Abschätzung oder durch ein mathematisches Approximationsverfahren.

Einen anschaulichen Näherungswert von
π erlangt man zum Beispiel, indem man eine Schnur um einen Kreis spannt und anschließend überprüft, wie häufig der Durchmesser des Kreises mit der Schnur abgemessen werden kann, nämlich mehr als dreimal. Somit ist der Umfang mehr als dreimal so lang wie der Durchmesser des Kreises.

Um die Fläche eines Kreises mit Radius r auf einen Blick abzuschätzen, könnte man drei Viertel des Kreises mit drei Quadraten der Kantenlänge r abdecken. Ein solches Quadrat hat die Fläche r2 und ist weit größer als der abgedeckte Kreisausschnitt. Die überstehenden Flächenabschnitte der drei Quadrate passen in das noch leere Kreissegment, wobei der Kreis dann immer noch nicht ganz abgedeckt ist. Auch diese Schätzung ist sehr ungenau, doch sie verdeutlicht, warum der Flächeninhalt eines Kreises mehr als dreimal r2 beträgt.

Die Bestimmung der Zahl π hat die Menschheit jahrtausendelang beschäftigt. Besonders hervorzuheben ist das von Archimedes entwickelte Verfahren, die Kreisfläche durch das Ein- und Umschreiben eines regelmäßigen Vielecks zu approximieren. Je mehr Ecken das Polygon aufweist, desto präziser kann der Flächeninhalt eines Kreises und somit die Zahl
π ermittelt werden. Durch die Verwendung eines 96-Ecks konnte Archimedes die ersten zwei Nachkommastellen von π berechnen:

Im Laufe der Zeit wurde der Archimedes-Algorithmus stetig verbessert. So gelang es Ludolph van Ceulen zu Beginn des 17. Jahrhunderts mithilfe eines 262-Ecks
π auf 35 Dezimalstellen genau zu berechnen, was der Kreiszahl auch den Namen Ludolphsche Zahl einbrachte.

Das geometrische Annäherungsverfahren wurde schließlich durch die Entwicklung unendlicher Reihen abgelöst, wie etwa durch die von Gottfried Wilhelm Leibniz entwickelte Formel:

Diese Reihe konvergiert allerdings so langsam, dass allein für die Berechnung der ersten zwei Nachkommastellen bis zur Stelle k = 49 gerechnet werden muss.

Eine weitaus schneller konvergierende Reihe entdeckte der indische Mathematiker Srinivasa Ramanujan Anfang des 20. Jahrhunderts. Durch seine Formel können pro Iteration acht Nachkommastellen von π berechnet werden:

Im Zeitalter der Computer ist die Berechnung der Zahl π rasant vorangeschritten und kann heute auf mehrere Billionen Stellen genau bestimmt werden. Nicht, dass dieser Präzisionsgrad von irgendeinem praktischen Nutzen wäre, aber er beschert uns einen noch tieferen Einblick in die faszinierende Zahl π , die wir heute gebührend feiern wollen, vorzugsweise in einer pittoresken Umgebung mit Pizza, einem Pils und dem obligatorischen Stück Pie.

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Folien zu den Coffee Lectures Open Access

Aller guten Dinge sind Drei!
Die Universitätsbibliothek lud zu einem Open Access Coffee Lecture

Block ein:
An drei kurz aufeinander folgenden Terminen stellten wir Ihnen bei Kaffee und Keksen aktuelle Themen zum Thema Open Access Publizieren vor. Die Folien zu den Vorträgen finden Sie nun online.

Publikationsfonds der TU Braunschweig

Die Förderung durch den Publikationsfonds geht in die Verlängerung. Auch für 2019 und 2020 stellt die UB Braunschweig den Open Access Publikationsfonds zur Verfügung. Wir stelletn Ihnen unsere Fördermöglichkeiten vor und zeigen, wie schnell und einfach ein Antrag zur Förderung gestellt werden kann! Die Folien zu den Vorträgen finden Sie auf unserer Webseite.

Am 05. März um 12:45 Uhr

Predatory Journals

Was sind eigentlich Predatory Journals/Publisher und welche Risiken gehen von diesen für die Wissenschaftler*innen und die TU aus? Wie kann ich mich davor schützen, wie kann ich unlautere Geschäftsmodelle erkennen und welche Unterstützung bietet die Universitätsbibliothek?

Am 12. März um 12:45 Uhr

Zweitveröffentlichungsrecht

Was genau ist eigentlich eine Zweitveröffentlichung? Welche Vorteile habe ich als Autor*in, mit welchem Aufwand ist das für mich verbunden und was hat das überhaupt mit Open Access zu tun? Wir stellen unsere Services rund um die Zweitveröffentlichung vor, beantworten Fragen rund um das Thema und laden alle Interessierten zu einem produktiven Austausch im Rahmen unserer Coffee Lecture ein.

Am 14. März um 12:45 Uhr

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Ausstellung zum Internationalen Frauentag 2019

Am 8. März startet anlässlich des Internationalen Frauentages eine Ausstellung in der Universitätsbibliothek Braunschweig.

Am 8.03.2019 feiern wir den Internationalen Frauentag und 100 Jahre Frauenwahlrecht! Zur Feier des Tages haben wir eine kleine Ausstellung im Kabinett der Universitätsbibliothek (im Erdgeschoss neben der Freihandverbuchung) vorbereitet. Ebenfalls haben wir diesen Tag zum Anlass genommen, um viele aktuelle Bücher zum Thema Frauen, Feminismus und Frauenwahlrecht zu kaufen. Diese Bücher befinden sich vor der Ausstellung und können direkt ausgeliehen werden.

In den Vitrinen präsentieren wir vier historisch bedeutsame Braunschweiger Frauen: Pädagogin Henriette Schrader-Breymann, Schriftstellerin Richarda Huch, Physikochemikerin Agnes Pockels und Ballonfahrerin Wilhelmine Reichard.

Ebenfalls zeigen wir hier vier Feministinnen der heutigen Zeit: Politikerin Hillary Clinton, Autorin Chimamanda Ngozi Adichie, Aktivistin Gloria Steinem und Friedensnobelpreisträgerin Malala Yousafzai. Selbstverständlich befinden sich deren Autobiografien und Bücher in den Regalen vor der Ausstellung.

Wir wünschen allen Frauen einen wunderbaren Frauentag und allen Gästen der Ausstellung viel Spaß beim Schmökern!

Die Informationen auf den Plakaten der vier bedeutsamen historischen Frauen stammen aus folgenden Quellen:

  • Armenat, G. (1991). Frauen aus Braunschweig (3., erheblich erw. und verb. Aufl.). Braunschweig: Stadtbibliothek.
  • Dinghaus, A. (1993). Frauenwelten: biographisch-historische Skizzen aus Niedersachsen. Hildesheim u.a.: Olms., S. 179-192.
  • Fürst, R. & Kelsch, W. (1982). Wolfenbüttel: Bürger einer fürstlichen Residenz ; 50 biographische Porträts. Wolfenbüttel: Grenzland-Verl., S. 69-70.
  • Historische Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. (1972). Neue deutsche Biographie (Band 9 Hess – Hüttig). Berlin: Duncker & Humblot, S. 707.
  • Jarck, H.-R. (Hrsg.). (1996). Braunschweigisches biographisches Lexikon – 19. und 20. Jahrhundert. Hannover: Hahn.
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Neuer Verbundkatalog K10plus – Unterbrechung der Fernleihe

Im März entsteht die neue Bibliotheksdatenbank “K10plus” mit über 180 Mio. Datensätzen. Durch die Umstellung kommt es zu einer Unterbrechung der Fernleihe.

Zwei der größten Bibliotheksverbünde in Deutschland, der Gemeinsame Bibliotheksverbund und der Südwestdeutsche Bibliotheksverbund kooperieren eng  miteinander, um Synergien zu schaffen und die Qualität ihrer Services zu verbessern. Im März entsteht durch Zusammenlegung der Verbundsysteme die gemeinsame Bibliotheksdatenbank K10plus mit über 180 Mio. Datensätzen für 10 Bundesländer und damit für die Mehrzahl der deutschen Universitäten, Forschungseinrichtungen (Max-Planck-, Leibniz-, Fraunhofer-Institute, Helmholtz-Zentren), Staats- und Landesbibliotheken u.a.

Der K10plus beinhaltet über 180 Mio. Datensätze aus 10 Bundesländern

K10plus rationalisiert die wissenschaftliche Informationsversorgung, sorgt für Standards und bietet als Datendrehscheibe vielfältige Perspektiven der Nachnutzung.
Die Fusion erfordert umfangreiche technische Maßnahmen, die mit Nutzungseinschränken von GBV-Datenbanken verbunden sind. Diese betreffen allermeist bibliotheksinterne Abläufe, aber:

ab dem 22. März ist die GBV-Fernleihe für einige Tage  (bis 26. März) unterbrochen. Recherchen in den Verbunddatenbanken GVK, GVKplus u.a. sind weiterhin möglich, aber keine Kopie- oder Leihbestellungen.

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Neuerung im UB Katalog

Wie Sie vielleicht schon bemerkt haben, gibt es seit einigen Tagen in unserem Katalog einige Neuerungen. Wir arbeiten stetig daran, diesen zu verbessern. Heute möchten wir Sie gern über einige der neuen Inhalte, neuen Suchunterstützungen und verbesserten Anzeigen informieren.

Neue Inhalte

Hinweis auf standortunabhängigen elektronischen Volltextzugriff = Zugriff auch von außerhalb des Universitätsnetzwerkes und ohne VPN möglich.

Im 1. Reiter finden Sie nun zusätzlich zu den bisher durchsuchbaren Titeln, alle Titel aus der Datenbank WTI TEMA. Außerdem ist es nun möglich, im 1. Reiter alle in unserem Suchindex als standortunabhängig frei zugänglich gekennzeichneten Titel zu durchsuchen. Diese erkennen Sie am Text Freier Zugang und einem Icon, das ein geöffnetes Schloss darstellt.

Verlinkung zum Fernleihsystem

Es besteht leider nicht auf alle Titel aus der Datenbank WTI TEMA Zugriff. Deshalb haben wir den 1. Reiter in TU Braunschweig+ umbenannt. Somit können nun auch in diesem Reiter Titel auftauchen, die nur über die Fernleihe verfügbar sind.

Suchunterstützung – Synonyme und andere Schreibweisen

Geht es Ihnen nicht auch ab und an so: Wie schreibt man doch gleich Dostojewski oder doch Dostojewskij oder Dostoevskij? Bisher war es notwendig, verschiedene Schreibweisen von Namen separat einzugeben. Im Hintergrund wurden nun die verschiedenen Schreibweisen von Personen, Körperschaften, Konferenzen, Geografika, Sachschlagwörtern und Werktiteln aus der Gemeinsamen Normdatei der Deutschen Nationalbibliothek ergänzt.

Verbesserte Anzeige – Zeitschriftenteilbestände

Bisher war es nicht immer auf den ersten Blick eindeutig erkennbar, an welchem Standort der UB welche Bände einer Zeitschrift zu finden sind. Die Teilbestände werden nun sowohl in der Ergebnisliste als auch in der Detailseite prominenter dargestellt. Wir hoffen, dass es damit einfacher zu erkennen ist, wo sich ein Band befindet. An der Darstellung der Teilbestände werden wir noch etwas arbeiten, um den gleichen Informationsgehalt auf kleinerer Bildschirmfläche darzustellen. Unterhalb der Teilbestände finden Sie in der Detailseite nun auch direkt die zugehörigen Bände, so dass Sie nicht die vollständige Liste durchscrollen müssen. Wir werden auch noch weiter an der Anzeige dieser Liste arbeiten, so dass sie schneller den gewünschten Band finden.

Verbesserte Anzeige – Viele Kleinigkeiten

Wir haben einmal drei der kleinen Verbesserungen in der Anzeige herausgepickt, auf die wir Sie aufmerksam machen möchten.

Eine Kleinigkeit, die aber oft zu Unklarheiten geführt hat: Wo fragt man nach um Informationen zur Verfügbarkeit von Institutsbeständen zu erhalten? Wir haben den Hinweis umformuliert und hoffen, dass es nun klarer ist, dass darüber nur die Institutsbibliotheken Auskunft geben können. Die Kontaktinformationen für die Institutsbibliotheken erhalten Sie, indem Sie auf den Namen (in rot) des Institutes klicken.
Zugehörige Publikationen und Bände sind nun entsprechend Ihrer Bandzählung sortiert. Auch wird die Bandzählung angezeigt. Somit sollte es einfacher sein, den richtigen Band in dieser Liste zu finden.

Bei Standorten innerhalb der Universitätsbibliothek wird nun die Seite für die entsprechende Leseasaalsystematik aufgerufen.
Klicken Sie z.B. auf
UB – Lesesaal 2, so gelangen Sie auf die Seite mit der Aufstellung im 2. Lesesaal.

Lassen Sie uns wissen, was Sie von den Neuerungen halten und wenn Sie weitere Ideen und Anregungen haben.

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Ab 2019 ändert sich unser DIN-Abonnement

Nur DIN-Normen mit VDE-Kennzeichnung werden weiterhin gedruckt bezogen. Alle anderen DIN-Normen sind natürlich wie bisher über die Datenbank  Perinorm im Hochschulnetz online für Sie verfügbar

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Bewahrt immer einen guten Durchblick bei allen DIN-Normen.

Im Dezember 2018 wurden die gedruckten DIN-Normen abbestellt, mit Ausnahme der VDE-Bestimmungen. Wir beziehen DIN-VDE-Normen und –Entwürfe weiterhin gedruckt und aktualisieren wie bisher monatlich unseren Bestand in den Ordnern. Derzeit sind das über 4500 Normen und Entwürfe, Beiblätter und Anwendungsregeln.

Über die Datenbank Perinorm stehen den Angehörigen der Universität im Hochschulnetz die  DIN-Normen und Norm-Entwürfe, aktuelle VDI-Richtlinien und ein Großteil der seit 1978 zurückgezogenen DIN-Normen online zur Verfügung. Volltexte rufen Sie in der Trefferliste über das Dokumenten-Icon oder das deutsche Flaggensymbol auf.

In Perinorm können Sie zusätzlich die bibliographischen Daten von über 2 Millionen nationalen, europäischen und internationalen Normen sowie technischen Regelwerken recherchieren.

Die Universitätsbibliothek Braunschweig ist einer von über 90 „Normen-Infopoints“ in Deutschland. Nutzer, die nicht der TU angehören, können die aktuellen DIN-Normen nun am Bildschirm einsehen, dazu steht ein entsprechend gekennzeichneter PC im Lesesaal 1.

Tipp: Zurückgezogene DIN-Normen – ohne Volltext in Perinorm – erfragen Sie bitte bei den Kolleginnen und Kollegen in Lesesaal 1.

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Verlängerung des Open-Access-Publikationsfonds der TU bis Ende 2020

Der Publikationsfonds für Open-Access-Publikationen ist verlängert worden und steht nach den erfolgreichen Förderjahren 2017 und 2018 auch für die Jahre 2019 – 2020 allen Wissenschaftler/innen der TU Braunschweig zur Verfügung.

Der Open-Access-Publikationsfonds der TU Braunschweig

Seit dem 1. Januar 2017 können Wissenschaftler/innen der TU Braunschweig für die Veröffentlichung von Artikeln in Open-Access-Zeitschriften eine Förderung aus dem Publikationsfonds beantragen. Die Förderung von Open-Access-Artikeln ist ein Projekt der TU und der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und umfasst für 2017 und 2018 eine Fördersumme von 170.000 Euro und für 2019 und 2020 insgesamt 190.000 Euro.

Was wird gefördert?

Ein wissenschaftlicher Artikel ist förderfähig, wenn folgende Kriterien erfüllt werden:

  • der Antragsteller muss Submitting- oder Corresponding-Author  und Angehöriger der TU Braunschweig sein
  • es handelt sich um eine Erstpublikation (Zweitveröffentlichungen sind nicht förderfähig)
  • die Zeitschrift, in der veröffentlicht wird ist peer-reviewed und eine reine Open-Access-Zeitschrift sein (d.h. kein hybrides Open-Access und beispielsweise im Directory of Open Access Journals kurz: DOAJ gelistet).
  • Die Publikationsgebühren dürfen den Betrag von 2000.- EUR (inkl. Mehrwersteuer) nicht übersteigen.

Was wurde bisher gefördert?

In den Jahren 2017 und 2018 wurde für 149 Publikationen eine Förderung durch den Publikationsfonds beantragt, wovon 117 Publikationen mit einer Gesamtsumme von 126.065 Euro gefördert werden konnten. Der durchschnittliche Förderbetrag pro Publikation betrug somit 1077 Euro. Den größten Anteil an der Fördersumme konnten die Fakultäten für Lebenswissenschaften (44), für Maschinenbau (37) und Architektur, Bauingenieurwesen und Umweltwissenschaften (20) für sich verbuchen.

Prozentualer Anteil der Fakultäten an der gesamten Fördersumme

Wie kann ich eine Förderung für meinen wissenschaftlichen Artikel beantragen?

Um eine Förderung für Ihren Artikel zu beantragen, füllen Sie den Antrag auf der Webseite https://ub.tu-braunschweig.de/publikationsfonds aus. Die Kolleg/innen aus dem Open-Access-Team der Universitätsbibliothek prüfen Ihren Antrag und geben Ihnen nach maximal 2 Arbeitstagen eine Rückmeldung per E-Mail. Einen Einblick in den Ablauf der Antragsstellung gibt Ihnen das nachfolgende Video, für alle Infos und eine FAQ finden Sie auf der Webseite zum Publikationsfonds (s.o.)
Bei Fragen zur Publikation von elektronischen Dokumenten wenden Sie sich bitte an:
Frau Blanck / Herrn Kissler
openaccess@tu-braunschweig.de
Telefon: 0531 / 391 5052

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Weiterführende Links

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Stellenausschreibung Bibliotheksreferendar/in

Die Universitätsbibliothek Braunschweig beabsichtigt zum 01.10.2019 einen Bewerber oder eine Bewerberin aus den Bereichen Naturwissenschaften, Ingenieurwissenschaften oder Sozialwissenschaften zur Ausbildung im Bibliotheksreferendariat einzustellen.

Gesucht werden Bewerberinnen und Bewerber mit ausgeprägtem Interesse an den aktuellen Entwicklungen im Bereich des Informationswesens sowie an Management- und Führungsaufgaben. Darüber hinaus werden methodische, kommunikative und soziale Kompetenzen sowie vertiefte IT-Kenntnisse, Medienkompetenz und Dienstleistungsorientierung erwartet.

  • Dauer der Ausbildung: 2 Jahre (verbeamtet auf Zeit)
  • Berufspraktische Ausbildung an der UB Braunschweig (1. Jahr)
  • Theoretische Ausbildung in München (2. Jahr)
  • Bewerbungsfrist: 15.02.2019

Die rechtsverbindliche Ausschreibung finden Sie auf der Internetseite der Ausbildungsbehörde:
http://www.gwlb.de/aus_und_fortbildung/Hoeherer_Bibliotheksdienst/Bibliotheksreferendariat_Wissenschaftliche_Dienste_Land_Niedersachsen_2019.pdf

Informationen zum Berufsbild und zur Ausbildung sind unter http://www.gwlb.de/aus_und_fortbildung/Hoeherer_Bibliotheksdienst/Informationsblatt.htm zu finden.

Bitte richten Sie Ihre Bewerbung mit aussagekräftigen Unterlagen an die:

Universitätsbibliothek Braunschweig
Universitätsplatz 1
38106 Braunschweig.

Alternativ können Sie Ihre Bewerbung auch gern per E-Mail an ub-direktion@tu-bs.de an uns senden.

Beachten Sie bei Ihrer Bewerbung unbedingt die Einstellungsvoraussetzungen.

Weitere Informationen erhalten Sie auf: http://www.gwlb.de/aus_und_fortbildung/Hoeherer_Bibliotheksdienst/ und bei unserer Ausbildungsleiterin für den höheren Bibliotheksdienst: Dr. Jana Mersmann (Tel: 0531 / 391-5051, oder per E-Mail: j.mersmann@tu-braunschweig.de)

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Einrichtung eines Informatikstudiengangs an der TU Braunschweig

Vor 50 Jahren wurde die Einrichtung eines Studiengangs Informatik an der Technischen Universität Braunschweig vorgeschlagen. Dieser Blogbeitrag beleuchtet den Werdegang dieses Studienganges an der TU Braunschweig von 1949 bis heute.

Vor 50 Jahren, am 17. Januar 1969, schlug Prof. Horst Herrmann dem Ausschuss „Informationsverarbeitung“ der TU Braunschweig vor, einen Studiengang Informatik einzurichten. Die Resonanz war positiv, so dass am 8. September die Professoren Herrmann und Hans-Otto Leilich einen Antrag auf Einrichtung eines Studiengangs Informatik stellen konnten. Am 5. November 1969 nahm die Senatskommission „Informatik-Studiengänge“ ihre Arbeit auf.  1969 ist übrigens auch das Jahr, in dem Karl Steinbuch den Begriff „Informatik“ ersann.

Es ist hochschulhistorisch betrachtet konsequent, dass 1969 die Initiative von Prof. Dr. Horst Herrmann kam (geb. 1906, gest.  1973, Studium der Mathematik und Naturwissenschaften in Göttingen). Herrmann hatte sich seit 1953 mit der Entwicklung der „Analog-Rechentechnik“ beschäftigt. Ergebnisse waren u. a. elektronische Analog-Maschinen, anhand derer die Programmiertechnik weiterentwickelt werden konnte. Herrmann gilt daher als „Pionier der Braunschweiger Rechentechnik“, zudem ist er der erste Leiter des Rechenzentrums.

Rechenzentrum und Informatikstudium stehen am Ende einer Entwicklungsgeschichte, in der verschiedene personelle, wissenschaftliche, politische, ökonomische, gesellschaftliche und infrastrukturelle Faktoren eine Rolle spielten:

1949 erhielt Dr. Horst Herrmann als Lehrbeauftragter am Lehrstuhl für Angewandte Mathematik und Darstellende Geometrie einen vierstündigen Lehrauftrag „Graphische Methoden der praktischen Mathematik“; er bot Vorlesungen und Übungen in Analog- und Digitalrechentechnik an.

Im Sommer 1956 entstand an der TH Braunschweig ein Plan für die Einrichtung eines Rechenzentrums (das dann 1958 eröffnet und behelfsweise im Altgebäude untergebracht wurde).

Dafür wurde 1957 ein „General Purpose Analogue Computer“ der Firma Short Brother and Harland gekauft. Da dieser Computer der erste seiner Art in Deutschland war, gab es zahlreiche Besucher aus Wissenschaft und Wirtschaft. 1958 folgte eine Z 22 der Firma Konrad Zuse aus Bad Hersfeld, die rasch für alle möglichen Fragestellungen und Anwendungen derart intensiv genutzt wurde, dass Nachtschichtbetrieb eingeführt werden musste.  

Die DFG stellte ab 1957 auf Antrag Rechenanlagen als Leihgaben zur Verfügung, so dass viele Technische Hochschulen (darunter die TH Braunschweig) und Universitäten Rechenzentren einrichten konnten. Räume, Betrieb und Personal mussten selbst finanziert werden. 

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Dialoggeräte für Studierende an der ICL 1906S (1973).   (Bild: Pressestelle TU Braunschweig)

Im August 1958 wurde das „Elektronische Rechenzentrum“ eröffnet; es befand sich zunächst im Altgebäude.

1959 Errichtung des außerordentlichen Lehrstuhls „Rechentechnik“ verbunden mit dem Rechenzentrum (RZ).

1961 wurde in der Fakultät III (Abteilungen Maschinenbau und Elektrotechnik) zwei neue Lehrstühle geplant: Fabrikbetriebslehre und Unternehmensforschung (Besetzung 1965 mit Prof. Dr. Ulrich Berr) sowie Datenverarbeitungsanlagen (Besetzung 1968 mit Prof. Hans-Otto Leilich).

Ab 1962 erfolgte die Anschaffung weiterer Analog- und Digitalrechner für das Rechenzentrum (1964 z. B. Zeichentisch Zuse Z 64, zwei Analogrechner Telefunken RAT 700; 1966 u. a. Digitalrechner ICT 1909).

1968 Beschluss der Naturwissenschaftlichen Abteilung zur Einsetzung eines Ausschusses „Informationsverarbeitung (Computer Science)“ unter Prof. Horst Herrmann.

1969 berichtete Dr. Bayer in der Fak. I, Naturwissenschaftliche Abteilung über die Ausbildung in Informatik an anderen Hochschulen ab Sommersemester 1970: Universität Bonn, Universität Erlangen-Nürnberg, TU Berlin, TU Darmstadt, Universität Karlsruhe und TH München.

Am 5. November 1969 wurde die Senatskommission „Informatik-Studiengänge“ ins Leben gerufen. Außerdem startete in diesem Jahr ein „Überregionales Forschungsprogramm Informatik der Bundesrepublik Deutschland“.

Im Januar 1970 beantragte der Rektor der TU Braunschweig beim Ministerium vier neue Informatik-Lehrstühle (ein Argument waren die schon vorhandenen Lehrstühle Rechentechnik und Datenverarbeitungsanlagen).

Am 15. Juni 1971 richtete die Senatskommission an der TU Braunschweig den Vorstudiengang Informatik zum WS 71/72 ein. Es gab 25 Studienanfänger-Anmeldungen.

Mitte 1972 wurden die Professoren Dr. Klaus Alber (Programm- und Dialogsprachen sowie ihre Übersetzer) und Dr. Wolfrahm Urich (Betriebssysteme) besetzt.

1973 begannen die Planungen für zwei weitere Informatik-Lehrstühle: Automatentheorie und formale Sprachen (besetzt 1974 mit Prof. Dr. Roland Vollmar) sowie Informationssysteme (Besetzung 1974 mit Prof. Dr. Günther Stiege).

Insgesamt gesehen war die TU Braunschweig Anfang der 1970er-Jahre Teil der ersten Welle von Informatikstudiengängen, die 1967 mit der Einrichtung eines Studiengangs „Informationsverarbeitung“ an der TH München begonnen hatte. Dabei kamen in Braunschweig die wesentlichen Impulse für die Entwicklung der Informatik aus der Naturwissenschaftlichen Abteilung, der Abteilung für Maschinenbau und der Abteilung für Elektrotechnik.  Aus zeitgenössischer Sicht wurde diese interdisziplinäre Arbeit positiv bewertet, so habe man viel voneinander gelernt (Prof. Leilich). Verglichen mit anderen Universitäten zeichnete sich das Braunschweiger Informatikmodell anfangs durch eine elektrotechnische Prägung aus.

Und heute? Aktuell stehen an der TU Braunschweig im Fach Informatik zahlreiche Studienrichtungen zur Auswahl: Das Spektrum reicht u. a. von Big Data Management, Fahrzeuginformatik und Medizinischer Informatik über Wirtschaftsinformatik bis hin zu Visual Computing.    

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Lernen 4.0 – Studentischer DINI-Wettbewerb

Die “Deutsche Initiative für Netzwerkinformationen e.V” kurz DINI hat einen studentischen Wettbewerb um die besten Ideen und Visionen für den Lernraum der Zukunft ausgerufen und vergibt dabei ein Preisgeld von 5000 €.

Liebe Studierende,

durch die digitalen Tools verändert sich jedermanns Alltag, natürlich auch hier bei uns in der Universitätsbibliothek, die von vielen von euch als Lernort genutzt wird. Da wir als UB Mitglied in der DINI, der “Deutschen Initiative für Netzwerkinformationen e.V.” sind, machen wir euch gerne auf einen dort ausgerufenen Wettbewerb aufmerksam: Die Dini sucht mit dem Wettbewerb Lernen 4.0:

  • Ideen für individuelle oder kooperative Lernumgebungen
  • Konzepte für Online-Lernräume oder physische Lernräume
  • Anwendungen von Virtual oder Augumented Realtiy für die Lehre
  • und noch vieles mehr

Also lasst eurer Kreativität freien Lauf und reicht eure Ideen und Visionen zum Lernraum der Zukunft als Ideenskizze, Konzeptarbeit oder als andere kreative Form bis zum 1. Juni 2019 als PDF ein. Die Einreichungen sollen 10 Seiten nicht überschreiten, als Anlagen könnt ihr Videos, Animationen, Präsentationen, Bilder, Zeichnungen, Collagen oder Skizzen anfügen. Eure Einreichung sollte jedoch auch ohne diese Anlagen aussagekräftig sein.

Gerichtet ist der Wettbewerb an Studierende an Fachhochschulen und Universitäten in Deutschland; Bewerbungen von studentischen Gruppen oder Seminaren, die aus verschiedenen Disziplinien zusammengesetzt sind, sind ausdrücklich erwünscht. Alle Einreichungen werden von einer Jury aus Wissenschaft, Politik und Studierenden anschließend bewertet. Das Preisgeld beträgt 5000 € und kann von der Jury auch unter mehreren Gewinnerinnen und Gewinnern aufgeteilt werden.

Die DINI ist der überregionale Zusammenschluss von wissenschaftlichen Bibliotheken, Medienzentren, Rechenzentren und Fachgesellschaften in Forschung und Lehre. DINI ist Partner von Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen bei der Weiterentwicklung der Informationsinfrastrukturen.

Alle Infos zum Wettbewerb findet ihr :

Wir wünschen allen Mitmachenden viel Erfolg!

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